Notruf: Feuerwehr, Retter und Polizei in die Irre geführt

Samstag, 01. Juli 2017 19:06 geschrieben von  Migration

KORBACH. Was geht bloß in solchen Menschen vor? Offenbar vorsätzlich hat eine Anruferin am Samstag einen falschen Notruf abgesetzt und einen Verkehrsunfall gemeldet, der überhaupt nicht passiert war. Notarzt, Rettungswagen, Feuerwehr und Polizei rückten aus - und wenig später nach vergeblicher Suche wieder ein.

In dem Notruf am Samstagvormittag gegen 11 Uhr teilte ein Frau mit, in der Strother Straße in Höhe des integrativen Kindergartens der Lebenshilfe habe sich ein Unfall ereignet, bei dem mindestens eine Person im verunglückten Auto eingeschlossen sei. Neben Notarzt und RTW-Besatzung alarmierte die Leitstelle daraufhin auch die Korbacher Feuerwehr mit der Rettungsschere.

Wenig später mit Blaulicht und Martinshorn an der genannten Stelle eingetroffen, fanden die Einsatzkräfte aber kein verunfalltes Fahrzeug vor. Auch die Absuche der angrenzenden Straßen, des Lebenshilfe-Geländes und der Landesstraße in Richtung Strothe verlief ohne Ergebnis. Der Versuch, die Anruferin des Notrufes zu erreichen, scheiterte nach Auskunft von Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt: Die Frau sei nicht ans Telefon gegangen. In Abstimmung aller Einsatzkräfte mit der Polizei brachen Rettungsdienst, Notarzt und Feuerwehr den Einsatz schließlich ab.

Für den Stadtbrandinspektor ist ein solches Verhalten nicht nachvollziehbar. Schmidt erklärte gegenüber 112-magazin.de, sämtliche Einsatzkräfte der Feuerwehr seien ehrenamtlich aktiv und hätten am Samstagvormittag beispielsweise ihre Arbeitsplätze oder ihre Familien verlassen, um wegen eines böswilligen Fehlalarms auszurücken. Andere Feuerwehrleute seien von der - ebenfalls ehrenamtlich durchgeführten - Absicherung des Altstadtlaufs abgezogen worden und in die Strother Straße ausgerückt. "Für nichts und wieder nichts", ärgerte sich der ranghöchste Korbacher Brandschützer.

Missbrauch von Notrufen strafbar
Friedhelm Schmidt machte aber auch darauf aufmerksam, dass ein jeder Einsatz eine gewisse Gefahr darstelle: Die Freiwilligen würden zunächst von Zuhause oder der Arbeitsstelle mit Privatfahrzeugen zum Stützpunkt eilen und von dort mit den Feuerwehrfahrzeugen zur Einsatzstelle ausrücken. "Alarfahrten sind immer mit einem Risiko verbunden", verdeutlichte der Stadtbrandinspektor, "für sich selbst, aber auch für andere Verkehrsteilnehmer." Ähnlich verhalte es sichnatürlich mit den Alarmfahrten von Rettungsdienst, Notarzt oder Polizei. Wenn man dann feststellen müsse, "dass uns jemand bewusst in die Irre geführt hat, ist das besonders ärgerlich." Nicht zuletzt sei der Missbrauch von Notrufeinrichtungen auch strafbar. (pfa) 


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Feuerwehr Korbach

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Zuletzt bearbeitet am Samstag, 01. Juli 2017 23:40

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