Aber sicher doch (I): Gelegenheitsdieben keine Chance lassen

Montag, den 01. August 2011 um 16:56 Uhr Verfasst von  Dennis Schmidt
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Der Schaden nach einem Einbruch ist teilweise sehr hoch - nicht nur materiell gesehen. Der Schaden nach einem Einbruch ist teilweise sehr hoch - nicht nur materiell gesehen. Foto: www.nicht-bei-mir.de

WALDECK-FRANKENBERG. Eine Minute – länger dauert es nicht, bis sich ein Einbrecher den Weg in eine fremde Wohnung oder ein Haus gebahnt hat. Mit einfachen Mitteln kann den Dieben allerdings das Handwerk gelegt werden.

Ein offenes Fenster im Obergeschoss, eine gekippte Balkontür oder ein alter, einfach zu überwindender Schließmechanismus an der Haustür – die Liste ist lang, die die ungebetenen Gäste abarbeiten können. Zudem sind sie äußerst einfallsreich, wenn es gilt, kleinere Hürden zu überwinden. Sobald sie allerdings auf effektive Sicherungen treffen, machen die Diebe meist kehrt und brechen ihr Vorhaben ab.

Im vergangenen Jahr verzeichnete die Polizei im Landkreis 99 Wohnungseinbrüche. Rund zwei Drittel davon wurden von November bis Februar begangen. Doch auch im Sommer treiben die Männer ihr Unwesen. Während der Urlaubszeit schlagen sie vor allem in der Zeit zwischen 8 und 13 Uhr zu.

Es handelt sich bei den Einbrechern meist um Gelegenheitsdiebe, die eine Chance sehen und ergreifen. „Wir haben hier vor allem Beschaffungs- und Armutskriminalität“, weiß König. Die erbeuteten Elektrogeräte oder der Schmuck werden auf dem Schwarzmarkt schnell zu Geld gemacht. Meist sind es junge Männer, die im Landkreis wohnen. Allein oder zu zweit gehen sie auf Diebestour, vor allem in den Städten. Hier finden sich auf engerem Raum mehr „Tatgelegenheiten“ und das Umfeld ist anonymer. „Täterstruktur“ nennt das die Polizei.

„Schnell, unerkannt und einfach – darauf haben es die meisten abgesehen“, weiß der polizeiliche Berater. Im Durchschnitt liegt der Schaden pro „Bruch“ bei 2000 bis 3000 Euro. „Das liegt aber daran, dass auch wertvolle Gemälde gestohlen werden, die den Schnitt nach oben treiben.“ Das heißt auf der anderen Seite aber auch: Wer „nur“ Fernseher und Mikrowelle zu Hause stehen hat, ist keineswegs geschützt.

Das beliebteste Werkzeug beim „Bruch“ ist und bleibt der Schraubendreher. An gerade einmal drei Punkten eines Fensters muss der Dieb mit etwas Kraft hebeln – schon springt der Rahmen auf. In den wenigsten Fällen müssen die Einbrecher eine Scheibe einschlagen. „Das macht zu viel Lärm; außerdem ist ihnen die Verletzungsgefahr zu hoch“, berichtet König. Richtige „Profis“ benutzen Werkzeug, das Jedermann kaufen kann: Unversperrte Türen oder sogar abgeschlossene Fenster sind mit etwas Übung kein wirkliches Hindernis.


Folge II: Mit Zeitschaltuhr und neuen Griffen

Folge III: Hinterher ist guter Rat teuer

 

Zuletzt geändert am Donnerstag, den 13. Oktober 2011 um 17:37 Uhr
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