Heftiges Gewitter: Straßen überflutet, Keller unter Wasser (aktualisiert)

Mittwoch, den 11. Juni 2014 um 08:00 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
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Hagel beschädigte am Dienstagabend dieses Gewächshaus der Gärtnerei Weber in Thalitter. Hagel beschädigte am Dienstagabend dieses Gewächshaus der Gärtnerei Weber in Thalitter. Foto: Achim Weber

WALDECK-FRANKENBERG. Ein heftiges Sommergewitter hat sich am Dienstagabend über Teilen des Landkreises entladen: Innerhalb weniger Minuten standen mehrere Keller unter Wasser, stellenweise ging auch Hagel nieder. Mehrere Feuerwehren rückten aus und setzten unter anderem Tauchpumpen ein.

Einige Straßen waren nach dem Starkregen überflutet, weil die Regeneinläufe die Wassermassen nicht aufnehmen konnten. Ab etwa 19.50 Uhr alarmierte die Leitstelle mehrere Feuerwehren, nachdem in Eppe, Hillershausen, Dorfitter, Freienhagen, Höringhausen, Meineringhausen, Münden und Nieder-Waroldern jeweils einer oder mehrere Keller voll Wasser gelaufen waren.

In Alleringhausen heulte die Sirene, vermutlich ausgelöst durch einen Blitzschlag, über einen längeren Zeitraum im Dauerton. Feuerwehrleute, die in Eppe im Einsatz waren, schalteten die Sirene manuell aus. Auf der Landesstraße 3084 zwischen Marienhagen und Vöhl ließen unzählige nasse Blätter die Fahr- zu einer Rutschbahn werden. Zeitweise stand dort der Verkehr still.

Weil der Starkregen auch den Pegelstand der Itter ansteigen ließ, ließ der Vöhler Gemeindebrandinspektor Bernd Schenk gegen 22 Uhr die Wehren aus Thalitter und Schmittlotheim alarmieren. "Der Pegel war innerhalb kurzer Zeit um gut einen halben Meter gestiegen", sagte Schenk am Abend gegenüber 112-magazin.de. Bei einem am Fluss gelegenen Steinmetzbetrieb in Thalitter stand daher ein Hochwasserschutzeinsatz an: Um den Heizungskeller vor eindrigendem Wasser zu bewahren, stapelten die gut 25 ausgerückten Einsatzkräfte zahlreiche Sandsäcke, die in Schmittlotheim gelagert werden.

Hagel durchschlägt zahlreiche Gewächshaus-Scheiben
Hagelschlag beschädigte in Thalitter ein Gewächshaus. Achim Weber von der gleichnamigen Gärtnerei in der Hüttenstraße konnte am Mittwoch den angerichteten Schaden noch nicht beziffern, da er das gläserne Treibhaus wegen der vielen gesprungenen Scheiben noch nicht genau begutachten konnte. "Derzeit besteht Lebensgefahr beim Betreten", berichtet der Gärtner, der die Zahl der zerschlagenen oder gesprungenen Scheibenelemente auf mindestens 150 schätzt. Ständig würden am Vormittag weitere Scheiben in sich zusammen fallen, weil sich der durch Sonneneinstrahlung erwärmende Scheibenkit weich wird und nachgibt. Viele Blumen in dem betroffenen Gewächshaus seien zerstört. "Zum Glück haben wir die meisten Blumen aber in den Foliengewächshäusern, die dem Hagel standhielten", sagt Weber.

Die Fotos in der Bildergalerie wurden zur Verfügung gestellt von: Cedric Fischer, Emilie, Kevin Haschlar, Mike Jordan, Frank Koltermann, Sonnenschein Bettina, Andreas Vogel, Marvin Vöhl, Annika Drotleff, Marco Landau, D. Hagenkamp, PC Fechner, Achim Weber, Andrea Eilermann und Christian Schreiber. Vielen Dank!


Sollten auch Sie Fotos gemacht haben von den Auswirkungen des Gewitters und möchten diese zur Veröffentlichung auf 112-magazin.de freigeben, so mailen Sie die Bilder an info(at)112-magazin.de. Vielen Dank!

Zuletzt geändert am Sonntag, den 23. November 2014 um 00:01 Uhr